
Tudor · 2012
Black Bay
Die Black Bay holte 2012 die Taucheruhren aus Tudors Archiv in die Gegenwart – mit burgunderroter Lünette, Schneeflocken-Zeigern und grosser Krone. Aus der einen Uhr ist eine ganze Familie geworden.
Einstieg in den Luxus · seit 1926
Tudor wurde von Rolex-Gründer Hans Wilsdorf als erschwinglichere Schwestermarke geschaffen. Heute gehört sie wie Rolex einer Stiftung und ist mit der Black Bay und eigenen Werken zu einem Namen für sich geworden.

1926 wurde der Name «The Tudor» im Auftrag von Hans Wilsdorf, dem Gründer von Rolex, als Marke eingetragen. 1936 erwarb Wilsdorf die Markenrechte, 1946 gründete er die Montres Tudor SA.
Das Ziel war eine Uhr mit dem Qualitätsanspruch von Rolex, aber zu einem günstigeren Preis. Dafür kombinierte Tudor zugekaufte Werke mit Gehäusen und Armbändern von Rolex.
Ab 1947 kamen erste Oyster-Modelle mit wasserdichtem Gehäuse, 1952 folgte die Oyster Prince als erste Automatikuhr der Marke. 1954 erschien die Oyster Prince Submariner, Tudors erste Taucheruhr, zunächst bis 100 Meter wasserdicht.
Die Taucheruhren fanden auch beim Militär Abnehmer: Für die US-Marine entstand ab 1964 eine eigene Submariner, und die französische Marine trug Tudor-Taucheruhren bis in die 1980er-Jahre. 1969 tauchte der eckige «Snowflake»-Zeiger auf, den auch die Heritage Black Bay von 2012 trägt.

In den USA wurde Tudor Anfang der 2000er-Jahre nicht mehr verkauft und ab 2013 wieder angeboten. Ab 2010 setzte die Marke auf die Heritage-Linie, die Stücke aus dem eigenen Archiv neu deutet. Die Heritage Black Bay stellte Tudor im März 2012 vor: 41 Millimeter gross, bis 200 Meter wasserdicht, mit burgunderroter Lünette und Snowflake-Zeigern. Vorbild war eine Taucheruhr, die ab 1954 gebaut und bis in die 1980er-Jahre weiterentwickelt wurde.
2015 folgte die North Flag, Tudors erste Uhr mit einem selbst entwickelten Werk, dem Kaliber MT5621 mit 70 Stunden Gangreserve (so lange läuft die Uhr ohne Aufziehen). In den Jahren 2016 und 2017 führte Tudor «Manufakturwerke» in allen Sportuhren ein.

Tudor hat ihren Sitz in Genf und gehört wie Rolex zu 100 Prozent der Hans-Wilsdorf-Stiftung; ein Konzern steht also nicht dahinter. Beide Marken treten eigenständig auf, doch Fachbeobachter sahen bei der North Flag leise Anklänge an Rolex-Werke, etwa im Aufbau der Unruh (dem Taktgeber der Uhr).




Tudor · 2012
Die Black Bay holte 2012 die Taucheruhren aus Tudors Archiv in die Gegenwart – mit burgunderroter Lünette, Schneeflocken-Zeigern und grosser Krone. Aus der einen Uhr ist eine ganze Familie geworden.
1954 · Taucheruhr
Tudors erste Taucheruhr, zunächst bis 100 Meter wasserdicht, ab 1958 bis 200 Meter. Für die US-Marine entstand ab 1964 eine eigene Version.
2012 · Taucheruhr
Die Heritage Black Bay (41 Millimeter, burgunderrote Lünette) verband Züge mehrerer alter Tudor-Taucheruhren, darunter die eckigen «Snowflake»-Zeiger von 1969. Sie machte Tudor wieder zu einem eigenen Namen.
2012 · Taucheruhr
Taucheruhr mit 42-Millimeter-Titangehäuse, bis 500 Meter wasserdicht und mit einer Schliesse, die über einen Tauchanzug passt. Die Version von 2015 bekam das eigene Werk MT5612.
2014 · Sportuhr im Militärstil
Eine Heritage-Uhr (Neudeutung eines Archivstücks) im Stil einer Militäruhr, angelehnt an ein Modell von 1967.
2015 · Sportuhr
Eckige Uhr mit integriertem Armband, benannt nach der britischen Grönland-Expedition der 1950er-Jahre; sie lief mit dem Werk MT5621 und 70 Stunden Gangreserve. 2021 stellte Tudor sie leise ein.
2018 · Taucheruhr
Eine kompaktere, 39 Millimeter grosse Black Bay, benannt nach 1958, dem Jahr der ersten Tudor-Taucheruhr für den Einsatz unter Wasser; Werk MT5402 mit 70 Stunden Gangreserve.
2018 · Klassische Uhr
Schlichte mechanische Uhren in vier Grössen (28, 36, 39 und 41 Millimeter), benannt nach dem Jahr, in dem Hans Wilsdorf den Namen Tudor eintragen liess.
Stand: 25.10.2026