Für Sammler · erscheint 2027
Moonwatch Only
Grégoire Rossier, Anthony Marquié · 2027 · Englisch · 380 Seiten
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Omega · seit 1957
Gebaut für Rennfahrer, berühmt geworden auf dem Mond: Der Chronograph mit der Tachymeter-Lünette ist eine der bekanntesten Uhren der Welt.

Als Omega die Speedmaster 1957 vorstellte, dachte noch niemand an den Weltraum. Die Uhr war für Sport und Motorsport gedacht: Mit dem Chronographen lassen sich Zeiten stoppen, und die Tachymeter-Skala auf der Lünette – dem Ring um das Glas – zeigt nach einer gestoppten Strecke direkt die Durchschnittsgeschwindigkeit an. Laut Omega war die Speedmaster der erste Chronograph mit dieser Skala auf der Lünette statt auf dem Zifferblatt.
Im Inneren arbeitete das Handaufzugs-Kaliber 321, ein Chronographenwerk mit Schaltrad. Gut ablesbare Zeiger, drei Hilfszifferblätter und ein robustes Gehäuse machten die Speedmaster zu einem echten Werkzeug.
Anfang der 1960er-Jahre suchte die NASA eine Uhr für ihre Astronauten. Chronographen mehrerer Marken mussten harte Tests bestehen: tagelange Hitze, Kälte, Vakuum, hohe Luftfeuchtigkeit, Schläge, Beschleunigung, Vibration und Lärm. Am 1. März 1965 erklärte die NASA die Speedmaster für alle bemannten Missionen tauglich – laut Omega hatte als einzige Uhr nur sie alle Prüfungen bestanden.
Bei der ersten Mondlandung trug Buzz Aldrin seine Speedmaster auf der Mondoberfläche. Neil Armstrong liess seine Uhr nach den meisten Darstellungen in der Mondfähre zurück – als Reserve, weil dort ein elektronischer Zeitmesser ausgefallen war. Seither heisst die Speedmaster «Moonwatch».
Im April 1970 musste die Besatzung von Apollo 13 nach einer Explosion an Bord fast alle Systeme abschalten. Ein 14 Sekunden langes Triebwerksmanöver zur Kurskorrektur flog sie von Hand und beendete es auf das Zeichen einer Uhr – laut Omega einer Speedmaster. Omega erhielt dafür von der NASA die Auszeichnung «Silver Snoopy».
Das Aussehen der Moonwatch hat sich seit den 1960er-Jahren kaum verändert. Im Inneren wechselte Omega das Werk mehrmals: auf das Kaliber 861 (1968), später auf das 1861 und 2021 auf das Kaliber 3861 mit Co-Axial-Hemmung, das als «Master Chronometer» geprüft ist. Geblieben ist der Handaufzug – wie auf dem Mond.



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Stand: 25.10.2026