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Uhrenatlas

Grosse Luxusmarken · seit 1848

Omega

Aus einer kleinen Werkstatt in La Chaux-de-Fonds wurde eine der bekanntesten Uhrenmarken der Welt: Zeitnehmer der Olympischen Spiele, Uhr der Mondlandung und Begleiter von James Bond.

Gegründet
1848 in La Chaux-de-Fonds
Gründer
Louis Brandt
Sitz heute
Biel/Bienne (seit 1880)
Gehört zu
Swatch Group
Bekannt für
Speedmaster, Seamaster, Zeitmessung an Olympischen Spielen
Klassische Omega Seamaster aus der Zeit um 1960
Omega Seamaster, um 1960 · Bild: Kjetil Ree, CC BY-SA 3.0

Vom Comptoir zur Fabrik

1848 eröffnete der 23-jährige Louis Brandt in La Chaux-de-Fonds eine kleine Werkstatt. Er setzte Taschenuhren aus Teilen zusammen, die ihm Handwerker aus der Region lieferten, und verkaufte sie.

Nach seinem Tod 1879 führten seine Söhne Louis-Paul und César Brandt das Geschäft weiter. 1880 verlegten sie die Produktion nach Biel, wo Omega bis heute seinen Sitz hat.

Alte Uhrmacher-Werkbank mit Werkzeugen, ausgestellt als Arbeitsplatz von Louis Brandt
Arbeitsplatz von Louis Brandt, dem Gründer von Omega · Bild: Sandstein, CC BY 3.0

Ein Kaliber gibt der Firma den Namen

1894 brachten die Brüder Brandt ein neues Uhrwerk heraus: das Kaliber «Omega», benannt nach dem letzten Buchstaben des griechischen Alphabets – laut Omega als Zeichen für höchste Vollendung. Das Werk wurde so erfolgreich, dass die Firma 1903 selbst den Namen Omega annahm.

Zeitnehmer der Welt

1932 übernahm Omega an den Olympischen Spielen von Los Angeles erstmals die gesamte Zeitmessung. Laut eigener Zählung war Omega seither über 30-mal offizieller Zeitnehmer der Spiele.

1930 schloss sich Omega mit Tissot zur Gesellschaft SSIH zusammen. In der Krise der Schweizer Uhrenindustrie fusionierte die SSIH 1983 mit der ASUAG; daraus entstand der Konzern, der seit 1998 Swatch Group heisst und zu dem Omega bis heute gehört.

Meer, Mond und Kino

1948, zum 100-jährigen Bestehen, lancierte Omega die Seamaster. 1957 folgte die Speedmaster, die als Mondlandungs-Uhr berühmt wurde. Seit dem Film «GoldenEye» von 1995 trägt James Bond eine Seamaster.

1999 stellte Omega Serienuhren mit der Co-Axial-Hemmung des englischen Uhrmachers George Daniels vor. Seit 2015 lässt die Marke viele Uhren zusätzlich vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) als «Master Chronometer» prüfen – unter anderem auf Ganggenauigkeit und auf Widerstand gegen Magnetfelder von 15'000 Gauss.

Meilensteine

  1. 1848 Louis Brandt eröffnet in La Chaux-de-Fonds seine Werkstatt.
  2. 1880 Seine Söhne verlegen die Produktion nach Biel.
  3. 1894 Das Kaliber «Omega» kommt auf den Markt.
  4. 1903 Die Firma nimmt den Namen Omega an.
  5. 1932 Erstmals Zeitnehmer der Olympischen Spiele (Los Angeles).
  6. 1948 Die Seamaster erscheint.
  7. 1957 Die Speedmaster erscheint.
  8. 1969 Die Speedmaster ist bei der ersten Mondlandung dabei.
  9. 1995 James Bond trägt in «GoldenEye» erstmals eine Seamaster.
  10. 1999 Erste Serienuhren mit Co-Axial-Hemmung.
  11. 2015 Erste «Master Chronometer», geprüft vom METAS.

Bilder von Omega

Geöffneter Boden einer Omega Speedmaster mit kupferfarbenem Chronographenwerk Kaliber 321
Omega Speedmaster – Handaufzugswerk Kaliber 321 · Bild: Dighini (Pixabay), Pixabay-Inhaltslizenz

Ikonen von Omega

Omega Speedmaster Professional mit schwarzem Zifferblatt, Hilfszifferblättern und Tachymeter-Lünette

Omega · 1957

Speedmaster

Gebaut für Rennfahrer, berühmt geworden auf dem Mond: Der Chronograph mit der Tachymeter-Lünette ist eine der bekanntesten Uhren der Welt.

Klassische Omega Seamaster aus der Zeit um 1960

Omega · 1948

Seamaster

Gestartet als wasserdichte Alltagsuhr, berühmt geworden als Taucheruhr: Die Seamaster gilt als die am längsten gebaute Modellfamilie von Omega und begleitet James Bond seit 1995.

Wichtige Modelle von Omega

  • Speedmaster

    1957 · Chronograph (Uhr mit Stoppfunktion)

    1957 als Chronograph für den Sport vorgestellt. Die NASA wählte sie für ihre Astronauten, und Buzz Aldrin trug sie 1969 auf dem Mond; seither heisst sie «Moonwatch». Auch die heutige Moonwatch wird von Hand aufgezogen.

  • Seamaster

    1948 · Taucher- und Alltagsuhr

    Zum 100-Jahr-Jubiläum der Firma 1948 eingeführt: eine schlichte, wasserdichte Dreizeigeruhr, die Omegas Erfahrung mit Militäruhren auf zivile Träger übertrug. Heute ist Seamaster der Sammelname für mehrere Linien; seit dem Film «GoldenEye» (1995) trägt James Bond eine Seamaster.

  • Seamaster 300

    1957 · Professionelle Taucheruhr

    1957 als Taucheruhr für Fachleute veröffentlicht; von 1967 bis 1971 wurde sie an britische Streitkräfte abgegeben. Ihr Look lebt in modernen Taucheruhren der Marke weiter.

  • Seamaster Diver 300M

    1993 · Taucheruhr

    Die Taucheruhr von 1993 ist bis 300 Meter wasserdicht. 1995 trug Pierce Brosnan als James Bond in «GoldenEye» das Modell Seamaster Professional Diver 300M Quartz.

  • Seamaster Aqua Terra

    2002 · Elegante Sportuhr

    Eine Seamaster ohne drehbare Lünette, bis 150 Meter wasserdicht und damit keine Taucheruhr. Sie ist sportlich und zugleich eleganter als die Taucher der Familie.

  • Seamaster Planet Ocean

    2005 · Profi-Taucheruhr

    Die professionelle Taucheruhr der Seamaster-Familie ist bis 600 Meter wasserdicht.

  • Constellation

    1952 · Eleganzuhr

    Seit 1952 gebaut und seither durchgehend im Programm. Typisch ist seit den 1980er-Jahren die feste Lünette mit römischen Ziffern, bei der III und IX fehlen: An ihrer Stelle sitzen vier polierte Krallen.

  • Railmaster

    1957 · Antimagnetische Uhr

    Die erste Railmaster erschien 1957, im selben Jahr wie die Seamaster 300: eine Uhr mit Schutz gegen Magnetfelder.

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