
TAG Heuer · 1969
Monaco
Quadratisch, blau und seiner Zeit voraus: Die Monaco erschien 1969 mit einem der ersten Automatik-Chronographenwerke und wurde durch einen Rennfilm zur Legende.
Grosse Luxusmarken · seit 1860
Von der Werkstatt Edouard Heuers in Saint-Imier zur Marke des Rennsports: TAG Heuer machte Chronographen mit Carrera und Monaco berühmt und gehört seit 1999 zum Luxuskonzern LVMH.

Laut TAG Heuer eröffnete der 20-jährige Edouard Heuer 1860 in Saint-Imier eine Uhrmacherwerkstatt. 1867 verlegte er die Werkstatt nach Biel.
Heuer spezialisierte sich auf Stoppuhren und Chronographen, also Uhren mit eingebauter Stoppfunktion. Bei den Olympischen Spielen von Antwerpen 1920, Paris 1924 und Amsterdam 1928 waren Heuer-Stoppuhren als offizielle Zeitmesser im Einsatz. 1933 entwarf die Firma mit der Autavia ein Zeitmessgerät für das Armaturenbrett von Rennwagen, Booten und Flugzeugen.
Eine neue Generation prägte die Marke: Jack Heuer, ein Urenkel des Gründers, trat 1958 ins Familienunternehmen ein. 1962 erschien die Autavia als Armbandchronograph mit drehbarer Lünette, dem Ring um das Zifferblatt. Im selben Jahr trug der Astronaut John Glenn bei seinem Orbitalflug eine Heuer-Stoppuhr. 1963 folgte die Carrera, die Jack Heuer entwarf. Sie wurde an der Basler Messe vorgestellt und nach der Carrera Panamericana benannt, einem Strassenrennen in Mexiko.
Auch als Sponsor begleitete Heuer den Motorsport: Von 1971 bis 1979 unterstützte die Firma das Ferrari-Team in der Formel 1.

1969 stellte Heuer die Monaco vor, benannt nach dem Formel-1-Rennen: eine Uhr mit quadratischem Gehäuse und der Krone links. Sie gilt als einer der ersten wasserdichten Chronographen mit quadratischem Gehäuse. Im Inneren arbeitete das Kaliber 11, ein Chronographenwerk mit Selbstaufzug, das Heuer zusammen mit Partnern wie Breitling, Buren und dem Werkspezialisten Dubois Dépraz entwickelt hatte.
Bekannt wurde die Monaco vor allem durch den Rennfilm «Le Mans» von 1971: Der Schauspieler Steve McQueen trug darin eine Monaco.

In der Krise der Schweizer Uhrenindustrie geriet auch Heuer in Schwierigkeiten. 1982 verkaufte Jack Heuer seine Anteile an eine Gruppe um Valentin Piaget. 1985 übernahm die TAG-Gruppe des saudischen Geschäftsmanns Akram Ojjeh die Mehrheit; TAG steht für «Techniques d'Avant Garde». Aus den Initialen und dem Familiennamen entstand der Name TAG Heuer.
Von 1992 bis 2003 lieferte TAG Heuer die Zeitmessung für die Formel 1. 1999 übernahm der Luxuskonzern LVMH das Unternehmen.
Die Zeitmessung bis in kleinste Bruchteile einer Sekunde blieb ein Markenzeichen: Schon 1916 stellte Heuer die Stoppuhr Mikrograph vor, die auf eine Hundertstelsekunde genau ging. Anfang der 2010er-Jahre folgten Modelle, die Tausendstelsekunden (Mikrotimer) und Zweitausendstelsekunden (Mikrogirder) anzeigen.
2015 kündigte der damalige Chef Jean-Claude Biver eine Partnerschaft mit Google und Intel an; im November 2015 erschien die Smartwatch TAG Heuer Connected. Seit 2025 ist die Marke wieder offizieller Zeitnehmer der Formel 1.

TAG Heuer · 1969
Quadratisch, blau und seiner Zeit voraus: Die Monaco erschien 1969 mit einem der ersten Automatik-Chronographenwerke und wurde durch einen Rennfilm zur Legende.

TAG Heuer · 1963
Aufgeräumt, gut lesbar und für den Rennsport gebaut: Die Carrera ist der Chronograph, den Jack Heuer 1963 nach einem mexikanischen Strassenrennen benannte.
1963 · Rennsport-Chronograph
Jack Heuer entwarf sie und stellte sie im Frühling 1963 an der Basler Messe vor. Der Name erinnert an die Carrera Panamericana, ein Strassenrennen in Mexiko; die Uhr sollte für Fahrer gut ablesbar und ergonomisch sein.
1969 · Quadratischer Chronograph
1969 gleichzeitig in Genf und New York vorgestellt, mit quadratischem, wasserdichtem Gehäuse, der Krone links und dem Selbstaufzugswerk Kaliber 11. Steve McQueen trug sie 1971 im Film «Le Mans». Neuauflagen erschienen 1998, 2003 und 2009.
1962 · Chronograph mit drehbarer Lünette
Den Namen verwendete Heuer schon 1933 für Armaturenbrett-Zeitmesser in Rennwagen, Booten und Flugzeugen. 1962 entwarf Jack Heuer daraus einen Armbandchronographen mit drehbarer Lünette, 38 Millimeter gross, im Stahlgehäuse mit schwarzem Zifferblatt.
1986 · Sportuhr mit Quarzwerk
Das erste Produkt mit dem neuen Logo TAG Heuer und die erste analoge Uhr der Marke, die ausschliesslich mit Quarz lief. 2004 wurde die Linie mit neuem Design und besseren Materialien neu aufgelegt.
1987 · Sportlich-elegante Linie
Die Reihe erschien 1987 als «S/el». 1999 wurde sie in «Link» umbenannt und bekam quadratischere, flachere Formen; sie gilt weiterhin als Pfeiler der Kollektion.
2004 · Taucheruhr
Die Aquaracer kam 2004 auf den Markt. Ihr Erfolg führte dazu, dass TAG Heuer die ganze Reihe «2000 Series» (1983) in Aquaracer umbenannte.
2015 · Smartwatch
Im November 2015 stellte die Marke zusammen mit Google und Intel eine Smartwatch vor, die mit dem Betriebssystem Android Wear lief. Die Produktion wurde später eingestellt und durch die Connected Modular ersetzt.
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Stand: 25.10.2026